Milch macht müde Männer…krank?

On 1. Juli 2014

“Milch ist eines der gesündesten und wichtigsten Lebensmittel.”
“Wir brauchen das Kalzium für unsere Knochen und die wichtigen Vitamine, die in ihr stecken.”

shutterstock_179546357 Das haben die Meisten von uns so gelernt und würden voller Überzeugung zustimmen. Milchprodukte gehören zu unseren täglichen Essgewohnheiten und zählen in all ihren verschiedenen Formen wie Käse, Sahne, Quark und Yoghurt, zu einem der natürlichsten und gesündesten Lebensmittel. Doch, die Bedenken von wissenschaftlicher Seite häufen sich und so werden Stimmen lauter, die Milch als ungesund bis gesundheitsgefährdend einstufen. Die Ergebnisse zahlreicher Studien gelangen allerdings nur sehr spärlich an die Öffentlichkeit. Stattdessen wird mit großem Druck für die Gesundheit der Milch geworben. Sogar Süßigkeiten werden durch eine extra Portion Milch zur gesunden Mahlzeit. Ein Lebensmittel, was unseren Vorfahren sehr nahrhaft erschien und sich rasch etablierte, steht seit einigen Jahren immer mehr in der Kritik.

 

1. Zweifelhafte Nährstoffe

2. Unterschiedliche Eiweiße

3. Ihre Herstellung und die Folgen

4. Was die Produktion für Land und Tiere bedeutet

5. Fazit





1. Zweifelhafte Nährstoffe

Wachstumsfaktoren

Kuhmilch ist auch eine Muttermilch, nur halt für Kühe. Ihre Aufgabe ist es Jungtiere beim Wachsen zu fördern. Milch ist für Kälber da, um sie schnell groß und stark zu machen. Das war für die Tiere in freier Wildbahn elementar wichtig, damit sie mit den anderen Herdentieren vor Feinden fliehen konnten. Dafür ist vor allem das Wachstumshormon IGF-I (insulin-like growth factor I) verantwortlich. Milch stimuliert diesen sogenannten Wachstumsfaktor. Ursprünglicher Weise nimmt der Mensch nach der Stillphase keine Muttermilch mehr zu sich. Konsumieren wir sie aber über diese ersten Monate unseres Lebens hinaus, kann das Mehr an IGF-I leider auch unerwünschte Zellen zu schnellem Wachstum verhelfen.Seit einigen Jahren wird immer öfter Brust-, Prostata- und Eierstockkrebs mit IGF-I assoziiert. Auch Akne kann durch diesen Faktor hervorgerufen werden. Krebspatienten, vor allem Brust- und Prostatakrebs, wird aus diesem Grund heute immer öfter vom Verzehr von Milch und Milchprodukten abgeraten. IGF-I befindet sich in erhöhten Mengen nachweislich im Blut von Personen, die regelmäßig Milchprodukte zu sich nehmen. In einer langfristigen Havard-Studie konnte zudem bei Personen, die zwei Gläser Milch am Tag tranken, ein 34% höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken festgestellt werden, als bei jenen, die sie weg ließen.

Kalzium

Die Milch verdankt vor allem dem Kalzium ihr positives Image. Tatsächlich besteht der Verdacht, dass der regelmäßige Konsum von Milch dem Knochenbau aber eher schadet. Das Risiko einer Osteoporose, besonders bei älteren Frauen, steigt mit regelmäßiger Aufnahme von Milch. Grund dafür ist vermutlich die Phosphorsäure, die beim Abbau des in der Milch in großen Mengen vorhandenen Eiweißes, entsteht. Um einer Übersäuerung vorzubeugen benötigt der Körper Kalzium zur Neutralisierung. Man nimmt an, dass dafür allerdings mehr Kalzium herangezogen werden muss, als in der Milch selbst vorhanden ist und der Organismus dies aus eigenen “Kalziumquellen” wie den Knochen zieht. Dieser Effekt wurde bereits 1920 von H. C. Sherman entdeckt. Da es bei der Verdauung pflanzlicher Nahrung nicht zu dieser Übersäuerung kommt, gelten diese als bessere Kalzium-Lieferanten. Besondern reich an Kalzium sind: Kohl, Brokkoli, anderes grünes Blattgemüse, Samen und Nüsse.

Insulin

Obwohl Milch keinen hoheglykämischen Index besitzt, also keine nennenswerte Erhöhung des Blutzuckerspiegels verursacht, bewirkt sie doch eine hohe Ausschüttung von Insulin, die sogar höher sein kann als nach dem Verzehr von Weiß- und Vollkornbrot. Das Hormon Insulin ist für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich, indem es den Zellen das Signal zur Speicherung des im Blut gelösten Zuckers in Form von Glukose gibt. Die hinzugefügte Energie wird somit sehr effektiv in Knochen, Muskel- und Fettmasse gespeichert. Zur Stärkung von Jungtieren macht das auch viel Sinn. Bei einem erwachsenen Menschen kann es allerdings Übergewicht fördern. Bodybuilder machen sich diesen Mechanismus zu Nutze um schnell Masse aufzubauen. Für einen bewegungsarmen “Büromenschen” kann dies allerdings zum Problem werden.

Lactose

Der Großteil (etwas 75%) der menschlichen Weltbevölkerung verträgt Milch, bzw. den in ihr enthaltenen Milchzucker, nicht. Die Symptome beim Verzehr von Milch können bei Lactose intoleranten Menschen von einem leichten Unwohlsein im Bauch über Krämpfe, Blähungen, Durchfall bis hin zu Erbrechen führen. Wir nehmen eine Lactoseintoleranz als eine Krankheit / eine Fehler war, doch evolutionär gesehen war es der Normalzustand. Denn eigentlich verlieren wir die Fähigkeit Lactose abzubauen nach den ersten Lebensjahren und die Bildung von Lactase nimmt ab, sobald wir sie nicht mehr zur Verdauung der Muttermilch benötigen.Vor ca. 7000 Jahren, so die aktuellen Annahmen, kam es beim Menschen zu einer genetischen Mutation, die es ihm fortan ermöglichte auch nach dem Kindesalter den Milchzucker der Milch  zu verdauen. Das Enzym Lactase, das für den Abbau verantwortlich ist, wurde nicht mehr zurückgebildet. Nach dieser Mutation breitete sich die Zahl der nun Lactose toleranten Menschen im nordeuropäischen Raum aus. Vermutlich deswegen, weil der Milchkonsum zusätzliches Vitamin-D für die nicht gerade sonnenverwöhnten Nordeuropäer lieferte, denn der Mensch stellt Vitamin D selbst nur über die Haut mithilfe von Sonneneinstrahlung her. Im asiatischen Raum war bis vor einigen Jahren noch die überwiegende Zahl der Menschen Lacotse intolerant. Durch die Globalisierung und der damit einhergehenden Vermischung des globalen Genpools des Menschen steigt nun auch dort die Zahl derer an, die Milch verdauen können. Die Folge ist ein rapide ansteigender  Milchkonsum in diesen Ländern.

Hormone

Damit der Milchfluss nicht versiegt, muss eine Milchkuh permanent trächtig gehalten werden. Dadurch gelangen auch erhöhte Mengen an Schwangerschaftshormonen, namentlich Östrogen und Progesteron, in die Milch. Industrielle Vollmilch enthält ungefähr ein Drittel mehr Östrogen als Rohmilch und das 7- bis 8-fache an Progesteron. Reine Molke kann sogar bis zu 15 mal mehr Progesteron enthalten. Diese Hormone können die Entstehung oder das Wachstum einiger Krebsarten wie Eierstockkrebs, Brustkrebs, Ovarialkarzinom oder Endometriumkarzinom begünstigen.

Allergien

Abgesehen von den wissenschaftlichen Erkenntnissen über Milch als Allergen, findet sich eine Vielzahl von Betroffenen in öffentlichen Foren, die immer wieder von oft schweren Hautkrankheiten berichten und eine Linderung oder sogar Heilung erfuhren, nachdem sie Milchprodukte aus ihrem Speiseplan strichen. Besonders Veganer berichten nach dem strickten Verzicht auf tierische Produkte vermehrt über dieses Phänomen.



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2. Unterschiedliche Eiweiße

Kasein

Ein wesentlicher Bestandteil der Milch ist das Eiweiß, sprich Protein. In der Kuhmilch findet sich vorwiegend das Protein Kasein. Was meist nicht bekannt ist, dass es zwei in Hinblick auf dieses Protein unterschiedliche Milcharten gibt.
Denn beim Beta-Kasein kam es vor schätzungsweise einigen tausend Jahren durch Züchtungen zu einer Mutation, durch die sich die 67. Stelle der Aminosäurenkette veränderte. Anstatt der dort ursprünglich zu findenden Aminosäure Polin gab es nun auch Kasein mit Histidin an dieser Position. Von diesem Zeitpunkt an gibt es nun die zwei verschiedenen Arten von Tieren. Diejenigen, die noch das ursprüngliche Kasein in sich tragen nennt man A2-Kühe, Tiere in deren Milch die mutierte Form des Kaseins ist nennt man A1-Kühe. A2-Kühe sind vor allem noch in Asien, Island und Afrika verbreitet. In Australien, Europa und Nordamerika dominieren die A1-Kühe. Während das Beta-Casein der A2-Kühe der menschlichen Muttermilch recht ähnlich ist, weicht das der A1 Kühe davon ab.  Proteine werden bei der Verdauung zunächst in kurze Peptidketten und dann in die einzelnen Aminosäuren gespalten. Beim “A1-Protein” entsteht bei diesem Prozess das Opiat Beta-Casomorphin-7, kurz BCM-7, das sich genau an die entsprechenden Opiat-Rezeptoren, vor allem im Darmtrakt, setzen kann. Sie können sogar ins Blut gelangen. Besonders gefährlich wird es bei Menschen mit unentdeckter Zöliakie, Magengeschwüren, Darmfugen und vor allem auch Kleinkindern, deren Darmwände noch recht durchlässig sind, da das Molekül hier eher durch die Darmwände der Betroffenen diffundieren kann. BCM-7 wird mit koronaren Herzkrankheiten, Milchintoleranz, der Entwicklung von Typ 1 Diabetes, Schizophrenie und Autismus assoziiert. Bei einigen Kindern und Neugeborenen stellte sich BCM-7 sogar als Risiko-Faktor für Atemstillstand heraus. 1984 wurde vom Wissenschaftler Bob Elliot bereits ein Zusammenhang zwischen A1 Milchprotein und Diabetes hergestellt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA befand im Jahr 2007 die Milch von A1-Kühen als gesundheitsschädlich. Colin T. Campbell (Autor der umstrittenen China Study) konnte in einer früheren Labor-Studie an Ratten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Wachstum von Krebszellen und der Hinzugabe von Kasein herstellen.

Vergleich zur Muttermilch 

Kuhmilch ist in Hinblick auf die Proteinstruktur sehr unterschiedlich zur Muttermilch des Menschen. So besteht Muttermilch zu Beginn der Stillzeit aus 1,6 % Protein, später dann 0,9 %. Kuhmilch hingegen hat einen Gesamtproteinanteil von 3-4 %.

60 % unserer Muttermilch besteht aus Molkenprotein und 40 % aus Kasein. Bei der Kuhmilch ist das Verhältnis ein ganz anderes: 80 % Kasein, 20 % Molkenprotein.

Weitere Folgen 

Die Opiate aus den nicht verdaulichen Fragmenten des Kaseins wirken, wie auch beim Weizenprotein Gluten, auf unser Gehirn und können Abhängigkeiten verursachen. Dies könnte der Grund sein, warum es uns so schwer fällt auf Milchprodukte und Getreide zu verzichten. Kasein und Gluten als solches greifen außerdem die Darmwände an, können sie zerstören und sich negativ auf die Verdauung auswirken.



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3. Herstellung und die Folgen

Pasteurisierung

Um Keime abzutöten und Milch somit haltbarer zu machen, wird sie in der Regel nach dem Melken erhitzt. In der EU ist eine Pasteurisierung, mit Ausnahme von Roh- und Auszugsmilch, sogar vorgeschrieben. Demzufolge ist unsere handelsübliche Milch immer pasteurisiert. Bei diesem Prozess werden auch Bakterien und Enzyme, die bei der Verdauung helfen, zerstört. Das Erhitzen wirkt sich obendrein auch auf den Vitamingehalt negativ aus.

Homogeniesierung

Lässt man Rohmilch einige Zeit unbehandelt stehen, wird sich der fettgebundene Bestandteil (Sahne) vom wässrigen Teil absetzen. Da die Milchindustrie ein optisch perfektes Produkt wünscht, wird die frische Milch durch kleinste Siebe gepresst und die Fettmoleküle in noch kleinere Partikel aufgebrochen, an die sich auch Eiweiße binden. Diese können bei Menschen mit empfindlichem Darm und ganz besonders bei Kleinkindern durch die Darmwände ins Blut gelangen.
Als Abwehrreaktion auf diese Moleküle können sich Antikörper bilden und damit Allergien hervorgerufen werden. Einige Forscher gehen von einer bis zu 20-fachen Allergenität der Milch durch die Homogenisierung aus.

Futtermittel

Bei der industriellen Herstellung von Milch werden die Kühe überwiegend mit Getreide und Soja gefüttert. Natürlich ernährte Kühe, also jene, die sich ausschließlich von Weidegrass und Heu ernähren, bilden im Fleisch und in der Milch doppelt so viele konjugierte Linolsäuren. Diese helfen beim Muskelauf- und Fettabbau. Auch der Gehalt der essenziellen Omega-3-Fettsäuren ist bei diesen weidenden Tieren erheblich höher.



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4. Was die Produktion für Land und Tiere bedeutet

Eine Kuh gibt doch eh immer Milch, oder nicht? 

Eine Kuh ist ein Säugetier. Das ist keine Überraschung. Für die meisten Menschen ist es allerdings eine völlig überraschende Erkenntnis, dass auch Kühe, wie alle Säuger, schwanger bzw. trächtig sein müssen, damit die Milchproduktion einsetzt. Eine Kuh gibt nicht von alleine Milch.
Für eine kontinuierliche Produktion muss sie permanent trächtig gehalten werden. Dies geschieht künstlich und teilweise automatisch. Sie wird also kurze Zeit nach dem Entbinden wieder künstlich befruchtet, damit die Milchproduktion nicht versiegt.

Die Kälber werden direkt von der Mutter getrennt und mit einem Milchersatzstoff gemästet, damit die Milch für unsere Zwecke abgemolken werden kann. Dies ist nebenbei auch bei Schafen und Ziegen der Fall. Es gibt allerdings auch tierfreundliche Höfe, auf denen die Natur des Tieres respektiert wird. Dort darf das Kalb sich der Milch seiner Mutter bedienen und nur die restliche Milch wird dann gemolken. Diese Methode ist jedoch wirtschaftlich uninteressant und daher nur bei außerordentlichen Tierfreunden anzutreffen.

Moderne Hochleistungskühe sehen nie das Tageslicht, sind auf engstem Raum zusammengepfercht, stehen in den eigenen Exkrementen und müssen zweimal am Tag abgemolken werden. Sie sind auf eine Milchleistung von unvorstellbaren 50 kg am Tag hochgezüchtet. Für die Versorgung ihres Kalbes benötigt eine Kuh gerade mal 8 kg. cows_milk

Um die Leistung zusätzlich zu steigern, bekommen die Tiere Hormone und leiden meist an entzündeten Milchdrüsen (Mastitis), was Eiter und Blutungen hervorrufen kann, wovon Rückstände wiederum in die Milch gelangen können. Auch aus diesem Grund werden in der Massentierhaltung, selbst in der Bio-Haltung, nach wie vor Antibiotika eingesetzt. Offiziell soll es zwar keine Rückstände in der Milch geben oder die Chargen im Falle einer Kontaminierung sofort vernichtet werden. Offiziell werden beispielsweise auch keine Antibiotika eingesetzt. Tierschützer dokumentieren aber immer wieder das Gegenteil.

Rinder können bis zu 20 Jahre leben. Mastkühe aus der Milcherzeugung schaffen nicht mal ein Drittel davon, da sie von den permanenten Schwangerschaften und der übernatürlichen Milchproduktion körperlich schnell ausgelaugt sind. Oftmals werden sie sogar schon nach ein paar Jahren geschlachtet, weil sie nicht mehr die gewünschte Leistung erbringen.

Ökologische Belastung

Der übermäßige Konsum von Milch und Fleisch belastet zunehmend unsere Umwelt und die Zivilisationen ärmerer Länder.

Für die Herstellung von einem Liter Kuhmilch braucht man ca. das 16-fache an Wasser, als für Milch vonWeidevieh. Bei einer Fütterung mit Mais, Luzernen oder Soja können es sogar (je nach Quelle) 1000 l Wasser pro Liter Milch werden. Dies nur als Orientierung. Ein Vergleich mit Obst und Gemüse im Allgemeinen ist im Prinzip nicht möglich, unter Anderem weil der Verbrauch für die verschiedenen pflanzlichen Erzeugnisse stark schwankt. Für ein Kilogramm Tomaten werden beispielsweise 184 l Wasser benötigt, Karotten 131 Liter. 1 kg Spargel wiederum muss in Deutschland durchschnittlich mit 1400 l bewässert werden.

Für die Tiermast und -haltung wird ein großer Teil des Futters meist aus Nord- und Südamerika importiert. Da der Bedarf an Futtermitteln durch unseren immer größer werdenden Konsum an tierischen Produkten exorbitant ansteigt, werden in diesen Ländern immer größere Flächen Regenwald gerodet, um Anbauflächen für Soja und Mais zu schaffen. Man benötigt bis zu 16 kg Getreide, um nur 1 kg Fleisch zu produzieren. Länder, die große Mengen Futtermittel herstellen, werden ihrer Reccourcen beraubt.

Die Massen an Fäkalien der Tiere werden nicht gereinigt, sondern als Düngemittel auf die Felder gebracht. Dort gelangen sie ins Grundwasser und können die Böden übersäuern. Nicht nur durch den Import der Futtermittel entstehen CO2-Emissionen. Auch Treibhausgase, die in den Mägen der Tiere entstehen, tragen zu einer immensen Steigerung bei. Diese Emissionen werden mittlerweile als die Gravierenderen angesehen, da vor allem Methan (eines der schädlichsten Treibhausgase) von den Tieren abgesondert wird. Die Forschung arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an einem Futter, das den Methan-Ausstoß der Tiere vermindert. Dazu werden den Kühen offene Zugänge zu den Mägen gelegt um direkte Veränderungen feststellen zu können. (Kuh mit Loch im Bauch).


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5. Fazit:

Wir Menschen sind das einzige Säugetier, das sich nach der Stillzeit weiterhin von Milch ernährt. Einem Nahrungsmittel, das zur Förderung des Wachstums einer anderen Säugerart mit differierendem Nährstoffbedürfniss dient. Dies allein ist zwar kein Argument gegen den Milchkonsum, wirklich sinnvoll erscheint es aber auch nicht.
Unterm Strich mehren sich Verdächte, dass Milch eine Vielzahl an Krankheiten verursachen oder zumindest fördern kann. Die Studienlage ist nicht einheitlich und es gibt keine eindeutigen Beweise, dass Milch per se schlecht oder schädlich ist. In der Ernährung wird es dies aber wahrscheinlich auch niemals geben. Die Lobby der Milchindustrie ist stark, unabhängige Studien durchzuführen und Forschungsergebnisse zu veröffentlichen schwierig.

Milch ist ein tolles Lebensmittel mit einer großen Vielfalt an Speisen und Verarbeitungsmöglichkeiten. Mit Milch und Käse zu kochen oder Desserts herzustellen ist eine wunderbare und schmackhafte Sache.Für mich überwiegen aber doch die vielen negativen Aspekte und Risiken. Insbesondere die ethisch mehr als überdenkenswerte Herstellungsweise ist für mich Grund genug auf Alternativen zurückzugreifen. Nur weil es irgendwie geht und lecker ist brauche ich keine Milch. Und es gibt tatsächlich wunderbar gesunde Alternativen: Mandel-, Nuss- oder Kokosmilch. Die Entscheidung liegt aber selbstverständlich bei jedem Einzelnen. Wie bei so vielen Dingen kommt es auch hier am Ende vermutlich auf die Menge an. Wenn Kuhmilch, bei entsprechender Verträglichkeit, nur ab und zu und in Maßen auf dem Speiseplan stünde, wäre dies vermutlich das Beste für uns selbst, die Tiere und unser Öko-System. Da wir ernährungstechnisch keinen großen Nutzen aus der Milch für uns ziehen können, überwiegen für mich die Argumente gegen den Konsum. Wer trotzdem nicht auf Milchprodukte verzichten möchte, sollte auf Rohmilch-Produkte und fermentierte oder durch Säuren behandelte Erzeugnisse wie Yoghurt oder Käse, der Milch vorziehen, da diese grundsätzlich besser verträglich sind.

weiterführende Informationen:

http://www.originfit.de/sauer-macht-swach

http://www.originfit.de/mandelmilch-schnell

 

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Quellen:

http://www.medical-hypotheses.com/article/S0306-9877(05)00354-3/abstract

http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/milchproteine/43062

http://www.pcrm.org/search/?cid=1430

http://www.docguide.com/progesterone-dairy-products-poses-risks-presented-sabcs

http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/calcium-full-story/

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15069693?dopt=Abstract

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2510499?dopt=Abstract

http://pcrm.org/health/cancer-resources/ask/ask-the-expert-dairy-products

http://www.sueddeutsche.de/wissen/ernaehrung-am-anfang-war-der-kaese-1.1380067-2

http://naturalbias.com/a1-beta-casein-the-devil-in-your-milk/

http://www.schrotundkorn.de/2002/sk0202e5.htm

http://virtuelles-wasser.de

http://www.erieping.de

Mark Gold und Jonathon Porritt: „The Global Benefits of Eating Less Meat“, 2004, S. 23

http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/2012/mai_2012/medieninformation_nr_1112012/

http://www.bcaction.de/bcaction/progesteron/

http://de.wikipedia.org/wiki/Pasteurisierung#Pasteurisierung_von_Milch_und_Milchprodukten

http://de.wikipedia.org/wiki/Milchleistung

Sherman HC. “Calcium requirement for maintenance in man.” J. Biol. Chem. 39 (1920):  21-27

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